Scout-Ausbildung Februar-März 2026
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Die Schulung richtet sich an junge Menschen, die sich im Feld der historisch-politischen Bildungsarbeit/Gedenkstättenpädagogik engagieren möchten und sich gezielt für die Mitarbeit an Projekttagen und Workshops qualifizieren wollen.
Gedenkstättenpädagogische Bildungsarbeit erfordert spezifische fachliche, didaktische und kommunikative Kompetenzen. In Projekttagen an Erinnerungsorten begleiten Vermittler*innen Lernprozesse zu historischen Gewalt- und Unrechtserfahrungen, strukturieren Gruppenarbeit und moderieren kognitive wie emotionale Auseinandersetzungen. An „authentischen“ Tatorten ist dabei eine besonders reflektierte didaktische Gestaltung erforderlich, die historische Kontextualisierung, Quellenarbeit und einen sensiblen Umgang mit dem Ort verbindet.
In der Schulung erwerben die Teilnehmer*innen die Fähigkeit, historisches Wissen zielgruppengerecht aufzubereiten und Bildungsformate so zu gestalten, dass eigenständige Erinnerungs- und Reflexionsprozesse angeregt werden – auch ohne unmittelbare Zeitzeugenschaft. Sie qualifizieren sich für die Planung und Durchführung von Projekttagen, einschließlich der Strukturierung von Lernprozessen, der Moderation heterogener Gruppen, des professionellen Umgangs mit emotionalen Reaktionen und der Herstellung von Gegenwartsbezügen, und reflektieren ihre eigene Rolle als Vermittler*innen im Kontext professioneller Bildungsarbeit an Erinnerungsorten. Vor diesem Hintergrund ist der Praxiskurs als Ausbildung für die Projekttage an der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm sowie im Historischen Museum Saar konzipiert. Ziel ist es, die Studierenden zur eigenständigen Planung, Durchführung und Reflexion gedenkstättenpädagogischer Bildungsangebote zu befähigen und theoretische Grundlagen der historisch-politischen Bildung systematisch mit konkreten Praxissituationen zu verbinden. Zudem lernen die Teilnehmenden Akteur*innen und Initiativen kennen, die sich im Feld der Erinnerungskultur sowie in der Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus engagieren.
Die Scout-Ausbildung besteht aus einer Grundlagenschulung, einer Konzeptschulung sowie einer Vor- und Nachbereitungssitzung. Bei erfolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit, als Honorarkraft eigenständig Projekttage und weitere Bildungsangebote für Schulklassen und Jugendgruppen durchzuführen.
Termine:
Vorbereitung: Freitag, 13. Februar 2026, 14-16 Uhr
Universität des Saarlandes (Geb. B3 1 – Raum 2.30)
Grundlagenschulung: Freitag, 27. Februar 2026 (14 Uhr) – Sonntag, 1. März 2026 (16 Uhr). Die genauen Zeiten werden noch bekanntgegeben
Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm / Hotel Mercure Saarbrücken-Süd
Konzeptschulung Historisches Museum: 14. März 2026 (10-17 Uhr)
Historisches Museum Saar
Nachbereitung: Wird gemeinsam terminiert (voraussichtlich Ende März)