J. B: Schulz - ein streitbarer Pfarrer

Johannes Bernhard Schulz wurde am 03.04.1884 als Sohn des Luisenthaler Bahnhofstationsvorstehers geboren. Er studierte Theologie in Trier und wurde am 12.08.1908 vom Trier Bischof Felix Komm zum Priester geweiht. Als Pastor in Elm sah er mit Sorge auf den aufkeimenden Nationalsozialismus "im Reich". Diese brachte er auch in seinen Predigten und Gesprächen zum Ausdruck, obwohl man versuchte ihn deshalb bei der bischöflichen Behörde zu verunglimpfen. Er stand daher bereits vor der Saarabstimmung auf der Schwarzen Liste der Nationalsozialisten. Nach seiner Versetzung nach Nickenich wurde er verstärkt überwacht. Am 27.05.1940 von der Gestapo verhaftet und nach Dachau deportiert, da er Göring auf der Terrasse einer Ausflugsgaststätte den "Deutschen Gruß" versagt hatte.  Pfarrer Schulz starb am 19.08.1942 in Dachau.

Der Platz bei der kathol. Kirche in Elm-Derlen ist nach ihm benannt.

Der ganze Artikel über Johannes Bernhard Schulz ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.