Peter Berger - ein Schustermeister widersetzt sich

Peter Berger, geboren am 10.09.1883 in Rehlingen, war Schustermeister und bis 1935 Fraktionsvorsitzender der KPD im Saarlouisr Stadtrat und Kreistagsmitglied. Da er einem Polizisten das Hakenkreuz von der Uniform abriss, kam er bereits 1933 vor Gericht. 1935 konnte er nach Frankreich fliehen, kehrte aber aus Sorge um sein Haus zurück und wurde verhaftet und auf der Saarbrücker Lerchesflur inhaftiert. Nach seiner Entlassung konnte er wegen Boykottierung sein Geschäft nicht weiterführen. Er wurde zur Wehrmacht eingezogen, 1941 aber wegen Erblindung entlassen. Nach dem Attentat vom 20.07.1941 wurde er von der Verhaftungswelle erfasst und kam auf die "Goldene Bremm" und von dort nach Dachau, wo er am 19.03.1945 ermordet wurde.

Auch einer seiner Söhne, Nikolaus Berger, war seit 1938 inhaftiert und kam im KZ Mauthausen ums Leben.

In Saarlouis erinnern Stolpersteine an Peter und Nikolaus Berger.

Der ganze Artikel über Peter Berger ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.