Der Sozialdemokrat Jakob Burger

Jakob Burger wuchs in Dillingen in einem katholischen Elternhaus auf und wurde in der Dillinger Hütte zum Schlosser ausgebildet. 1924 schloss er sich der SPD an und war in der Einheitsfront aktiv. Ab 1935 geriet er ins Visier der Gestapo, wurde daraufhin entlassen und fand erst 1941 wieder Arbeit in der Herdfabrik Bartz. Im Oktober 1943 wurde er nach einem Streit mit dem Betriebsführer entlassen und kurz darauf festgenommen. Ende März 1944 wurde er wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Zersetzung der Wehrkraft zum Tode verurteilt. Am 07.06.1944 wurde er in der Stuttgarter Strafanstalt Urbanstraße umgebracht.

Ihm zu Ehren, wurde die Dillinger Göbenstraße nach ihm umbenannt, was aber im Zuge der Angliederung an die BRD wieder rückgängig gemacht wurde. Seit 1995 gibt es den Jakob-Burger-Platz (Nähe Göbenstraße).

Der ganze Artikel über Jakob Burger ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.