Fritz Dobisch, saarländischer Gewerkschaftsvorsitzender

Fritz Dobisch wurde am 16.02.1890 in Merzingen bei Nördlingen geboren. 1919 zog er mit seiner von hier stammenden Frau Katharina Portz nach Bous. 1928 wurde er zum letzten Vorsitzenden der ADGB (Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund) an der Saar gewählt und zog daher 1930 nach Saarbrücken. Dort saß er auch für die SPD im Stadtrat. Fritz Dobisch vertrat zunächst, wie die meisten Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften, eine eher abwartende Haltung dem Faschismus gegenüber. Ende 1934 positionierte er und der ADGB sich aber klar für den Satus Quo. Kurz nach der Saarabstimmung emigrierte Dobisch mit seiner Frau nach Luxemburg, wo er nach dessen Besetzung von der Gestapo gefangen genommen wurde. Am 07.07.1941 wurde er im KZ Buchenwald ermordet. Seine Urne ist im Familiengrab in Bous beigesetzt.

Sowohl in Bous als auch in Saarbrücken ist ihm zu Gedenken eine Straße nach ihm benannt.

Der ganze Artikel über Fritz Dobisch ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.