Aline Söther - verfemte Liebe unterm Hakenkreuz

Aline Söther wurde am 10.09.1923 in Beckingen geboren und wurde nur 21 Jahre alt. Ihr Widerstand bestand darin, dass sie sich nicht um die NS-Moral und deren "Rassengesetze" scherte.

Nachdem ihr Vater 1940 nach Vigy-Altroff im ehemaligen Département Moselle als Bergmann dienstverpflichtet war und sie umzogen, half Aline Söther auf einem Bauernhof mit, wo sie den polnischen Kriegsgefangenen und Elektriker Myrtek Stamovitsch kennen und lieben lernte. Ihre Liebe wurde unübersehbar, als Aline Söther schwanger wurde. Darauf stand als Strafe Erschießung des Kriegsgefangenen und öffentliche Anprangerung für die Frau. Verzweifelt, warf sich Myrtek Stamovitsch am 05.04.1943 vor einen Zug. Am 23.08.1943 wurde ihre gemeinsame Tochter Rita geboren. Aline Söther kann sich nur 6 Monate um ihr Töchterchen kümmern, dann bekommt sie eine Vorladung zum Bürgermeisteramt "zwecks Vormundschaft", von dessen Termin sie nie wieder zurückkehrte. Sie wurde über Metz ins KZ Ravensbrück gebracht wo sie kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee stirbt.

Aline Söthers Eltern kümmerten sich um ihr Enkelkind. In Beckingen erinnert nichts an die junge, mutige Frau.

Der ganze Artikel über Aline Söther ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.