Heinrich Graach - Katholik und Widerstandskämpfer

Heinrich Graach wurde am 07.02.1900 in Wadern geboren. 1921 übernahm er in Wedern bei Wadern die Leitung einer einklassigen Schule. Er engagierte sich als Demokrat in der Zentrumspartei und war fasziniert von der Idee eines europäischen Staatenbundes. 1927 wurde er zum Vorsitzenden des Zentrums im Restkreis Wadern. Drei Monate nach Machterlangung der Nazis, musste er ins Saargebiet flüchten, da bekannt war, dass er dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüber stand. Nach seiner Flucht nach Eppelborn wurde sein Arbeitsverhältnis aufgelöst. Er fand eine Anstellung in der Klosterschule in Rilchingen-Hanweiler, diese wurde allerdings nach der Angliederung des Saargebiets geschlossen. Arbeits- und mittellos, bot ihm ein alter Schulkamerad, ein NSDAP-Funktionär eine Stelle an, unter der Bedingung NSDAP-Mitglied zu werden. Graach lehnte ab, da er nicht zum "Lumpen" gemacht werden wollte. 1943 wurde er widerrechtlich und trotz gesundheitlicher Probleme eingezogen und nach Jugoslawien abkommandiert. Er überlebte zwar den krieg, starb aber dort am 14.06.1945 an den Folgen einer Verwundung im Lager Ivanischgrad.

Der ganze Artikel über Heinrich Graach ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.