Josef Wagner - Bergmann, Kommunist, Widerstandskämpfer

Josef Wagner wurde am 06.05.1897 in Lockweiler geboren. Aufgrund seiner Kriegserfahrungen im 1. Weltkrieg wollte er etwas am gesellschaftlichen System ändern. Er wurde daher 1919 Gewerkschaftsmitglied, 1923 Mitglied der Roten Hilfe und 1924 der KPD.

Nach der Machergreifung Hitlers, wird Josef Wagner alsbald von der Gestapo überwacht. 1934 flüchtet er zunächst ins Saargebiet, nach Schmelz, und organisierte von dort den Widerstand. Er publizierte den Roten Primstalboten. Unterstützt wird er von seiner 11 Jahre alten Tochter Maria. Nach der Rückgliederung des Saargebietes flüchtet er 1935 nach Forbach. Er schreibt Artikel für die Rote Fahne. Das Hitler-Regime hat 5000 Reichsmark Kopfgeld auf ihn angesetzt.

Nach dem Überfall auf Polen, flieht er mit seiner Familie weiter nach Südfrankreich, wo er als Bergmann arbeitet. Am 07.10.1941 wird er verhaftet und im Geheimgefängnis Castres interniert. Am 16.06.1942 wird er in das Gestapo-Gefängnis nach Saarbrücken überführt. Er wird wegen Hochverrats angeklagt und am 01.09.1943 geköpft.

Der ganze Artikel über Josef Wagner ist hier zu finden.

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.