Mathias Reinert

Der 1901 in Saarhölzbach geborene Mathias Reinert lebte später in Rissenthal und trat Ende 1932 der KPD bei. Er gehörte dem "Sturmtrupp Engels" des Merziger Frontkämpferbundes an. Rimlingen war Grenzdorf vom Saargebiet zum Deutschen Reich und bat sich daher zum Schmuggeln an. Mathias Reinert, Johannes Minninger und 3 weitere Schmuggler machten sich vom 08. auf den 09.08.1933 mit illegalen Zeitschriften auf den Weg ins Reich.  Schon 10 Tage vorher war eine andere Schmuggelgruppe, darunter Minninger, verhaftet worden, weshalb man diesmal Schusswaffen mitnahm. Minninger war allerdings ein Handlanger der Gestapo und lockte die anderen in einen Hinterhalt. Als die Losheimer Zollbeamten sie empfingen, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem Minninger leicht verletzt wurde. Mathias Reinert wurde noch in der gleichen Nacht zur Gestapostelle in Trier gebracht. Erst über 2 Jahre später erging das Urteil. Reichert und 2 Mitangeklagte aus jener Nacht erhielten 7 Jahre Zuchthaus wegen "Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Mordversuch". Anschließend kam er in das KZ Sachsenhausen, in dem er am 03.03.1941 angeblich an "Herz- und Kreislaufschwäche infolge von Lungentuberkulose" starb. Weder in Rissenthal noch Rimlingen erinnert etwas an ihn!

 

Der ganze Artikel über Mathias Reinert ist hier zu finden.

 

Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.