Johann Peter Schmitt

Der Geburtsort von Johann Peter Schmitt ist zwar Tholey-Sotzweiler. Als katholischer Pfarrer war er aber in Niedaltdorf tätig. Bereits im November 1933 wandte er sich, zusammen mit 19 weiteren Geistlichen aus dem Saargebiet, in einem persönlichen Brief an Hitler gegen die fortlaufende Diffamierung der katholischen Bevölkerung als "Landesverräter". In seinen Predigten kam vermehrt seine Regimekritik zum Vorschein. Um die Bücher des Borromäus-Vereins  vorm staatlichen Zugriff zu retten, schicke er diese Soldaten an der Front. Daraufhin wurde er 1940 von der Gestapo inhaftiert. Obwohl die "Beweise" seiner Anklage wegen "Wehrkraftzersetzung" nicht ausreichten, wurde er nicht frei gelassen, sondern in das KZ Sachsenhausen gebracht. Später kam er nach dachau, wo er am 26. April 1945 auf einen „Todesmarsch“ Richtung Alpen geschickt wurde. Er wurde von der US-Armee befreit und kehrte nach Kriegsende zu seiner Gemeinde zurück. Er starb 1967 und ist auf dem Kirchenfriedhof  in Niedaltdorf beerdigt.

 

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Die Aktion 3. Welt Saar hat mehrere Broschüren "Gegen das Vergessen" herausgegeben, in der landkreis-spezifisch an Opfer und Täter des NS-Regimes erinnert wird.