Generationenondialog Luxemburg-Saarland

Gemeinsam veranstaltete die Saarländische Landesregierung und die Luxemburgische Regierung den ersten grenzüberschreitenden Generationendialog. Insgesamt nahmen etwa 150 Interessenten unterschiedlichsten Alters aus dem Saarland und Luxemburg an der Veranstaltung teil. Nach dem sich alle auf dem Schiff River Diva am Quai de la Moselle in Remich eingefunden haben, hieß es gegen 9.30 Uhr "Leinen los, volle Fahrt voraus".
Auf dem gesamten Schiff waren insgesamt zehn Diskussionstische positioniert. An jeweils zwei Tischen, wobei es für jedes Thema einen barrierefrei erreichbaren Tisch gab, wurde unter Mithilfe eines luxemburgischen Moderators eifrig über Themen wie "ABC für Jung und Alt! A = Austausch B = Bildungssystem C = Chance", "Wie tickst du? – Sag mir dein Alter und ich sage dir wird Du bist! Vorurteile versus Fakten.", "Neue Technologien: Fluch oder Segen? – ressourcen-Austausch-Bereicherung!?", "Jung und Alt: gemeinsam unter einem Dach? Alternative Formen des Zusammenlebens!" "Einer für alle – alle für einen? Wie stärkt man die Solidarität zwischen den Generationen? Wie baut man Brücken zwischen Jung und Alt auf?" diskutiert.
Ergänzt wurde die Moderation durch saarländische und luxemburgische Experten, die mit Ihrem Fachwissen inhaltliche Impulse in die Gespräche einfließen lassen konnten. Auf saarländischer Seite handelte es sich um Frau Martina Stabel-Franz, Frau Martina Stapelfeldt-Fogel, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Langguth, Herrn Bernd Seiwert sowie Herrn Volker Staudt die zahlreiche Denkanstöße in die Diskussionen einbringen konnten. Unter den Teilnehmern befanden sich unter anderem die Vorsitzenden der saarländischen Partnerverbände, Frau Catharina Becker für den Landesjugendring, Herrn Gerhard Ballas für den Landesseniorenbeirat sowie Herrn Florian Weimann für die Gesamtlandesschülervertreter sowie zahlreiche weitere Interessenten von luxemburgischer und saarländischer Seite.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Gaby Schäfer, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, begannen drei je 45-minütige Diskussionsrunden, an denen Sie selbst sehr interessiert teilnahm.
In der Pause gegen 13 Uhr stiegen zum einen weitere Politiker wie die luxemburgische Ministerin Corinne Cahen zuständig für Soziales, Herr Claude Meisch zuständig für Bildung sowie Herr Nicolas Schmitt zuständig für Arbeit, als auch die saarländische Bevollmächtigte für Europaangelegenheiten Frau Helma Kuhn-Theis, sowie Europaabgeordnete, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister auf das Schiff zu – zum anderen bereiteten die Moderatoren die Präsentation der Diskussionsergebnisse vor.
Nach einer Stärkung der Teilnehmer begann somit der zweite Teil der Veranstaltung. Während das Schiff vormittags in Richtung Wasserbillig fuhr wurde nachmittags die Mosel in Richtung Schengen erkundet. Parallel startete die Präsentation der Ergebnisse im Plenum. Hier bot sich für alle Beteiligten die Möglichkeit die Erkenntnisse der Diskussionsforen aufzunehmen und kritisch zu diskutieren. In einem kurzen Grußwort des saarländischen Sozialminister Andreas Storm wurde die Wichtigkeit des sozialen Miteinanders im gesellschaftlichen Leben, besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, hervorgehoben. „Wesentliches Ziel des Generationendialogs sei es, Menschen jeden Alters zu ermutigen, über ihre Anliegen, Wünsche, aber auch Sorgen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“ führte Minister Storm aus.
Der Tenor der anschließenden Beiträge war eindeutig: Das Zusammenleben zwischen Jugendlichen und Senioren sei verbesserungsfähig. Wichtig sei dabei auch die Frage: Wann ist ein Mensch alt, wann ein „Senior“? Das könne nicht pauschal beantwortet werden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen: Zuerst Verständnis zeigen, dann Vorurteile abbauen. Plattform dafür seien zum Beispiel Vereine aller Art, wo Jugendliche und Senioren miteinander zu tun haben.
Darüber hinaus entstanden bei den fünf Arbeitsgruppen etliche Ideen für die Verbesserung des Verhältnisses von Jung und Alt – und das in vielen Bereichen. In der Arbeitswelt könnten erfahrene Angestellte kurz vor dem Ruhestand Berufseinsteigern mit ihrer Erfahrung den Weg in den Job erleichtern. Andererseits könnten Jugendliche älteren Menschen den Weg zu modernen Technologien ebnen und sie beispielsweise in Sachen Computer oder Internet fit machen.
In seinem Schlusswort zeigte der saarländische Minister für Soziales, Andreas Storm, sich begeistert von diesem gelungenen „Experiment“ und wünschte sich ebenfalls, diese Initiative in Zukunft weiterzuführen.

Dialog der Generationen - Generationendialog Saar

Am 29. Mai 2013 fand, initiiert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, der erste saarländische Generationendialog statt. Einige Mitgliedsorganisationen des Landesjugendring Saar nahmen daran teil. Im Folgenden der Bericht über das Treffen von Maria, vom JunOst-Team Saarbrücken.

Als Anschlußverband des Landesjugendringes Saar sind wir das JunOst-Team froh, am 29. Mai 2013 bei dem ersten Generationendialog auf Landesebene teilnehmen zu dürfen. Leider war unser Jugendclub nur durch drei Teilnehmer vertreten, da die Veranstaltung an einem Werktag stattfand. Das heißt jedoch nicht, dass es an Interesse zum zwischen generationellen Informationsaustauch bei den Jugendlichen fehlte.
Im Laufe der Veranstaltung konnten wir zwischen den vorgegebenen Themen wählen, die später an den "runden" Tischen diskutiert wurden. Es wurden insgesamt sechs "Diskussionsforen" zur folgenden Themen gebildet: "Mobilität", "Wohnen", "Geschichte, Geschichten und Zeitzeugen", "Eigener Beitrag für die Gesellschaft", "Social Networks", "Standort Saarland aus Sicht von Jung und Alt".
Die Diskussionen wurden von den Moderatoren geleitet und wichtige Aspekte/Ideen wurden auf Flipcharts zusammengefasst. Es sind folgende "Ergebnisse" an den Tischen herausgekommen: bei der Gruppe "Mobilität" wurde festgestellt, dass es in der Sphäre der Busverbindungen noch Verbesserungsbedarf herrscht, besonders außerhalb von Saarbrücken. Eine neue Idee wurde von der Vertreterin des Schülerverbandes präsentiert und zwar: Eine Internetplattform für  Mitfahrgelegenheiten auf kürzeren Strecken zu entwickeln.
In der Sphäre des Wohnens kamen die Teilnehmer zum Ergebnis, dass es bestimmte Angebote, die den intergenerationellen Informationsaustausch ermöglichen sollen fehlen. Es ist aber eindeutig bei den Teilnehmern aus unterschiedlichen Generationen das Interesse vorhanden zusammen etwas zu unternehmen.
In der Gruppe "Social Networks" wurde festgestellt, dass die älteren Menschen immer noch, wenig Zugang und Vertrauen zur aktuellen Technik haben, und dass es hier an Hilfestellung bedarf. Vor allem sollten hierbei die Vorteile der Internetnutzung vorgestellt werden. Eine neue Idee war auch an dem Tisch besprochen worden: die Internetplattform für den Einkauf von zu Hause aus zu entwickeln. Es ist vor allem für die ältere Generation wichtig, da nicht jeder in der Lage ist, sich zu versorgen und das Lebensmittelgeschäft aufzusuchen.
Bei dem Tisch "Geschichte" kamen wir nicht zu einer gemeinsamen Meinung, bezüglich des Punktes, ob man von der Geschichte etwas für die aktuelle Zeit lernen könnte, jedoch ist es eindeutig, dass  bei der neuen Generation das Interesse vorhanden ist mit den Zeitzeugen Informationen auszutauschen.

Wir hoffen unsererseits, dass die bei dem Generationendialog entwickelten Ideen möglichst bald umgesetzt werden.

 

Maria Shevchenko, JunOst-Team