Musée National de la Résistance in Esch-sur-Alzette, Luxembourg

Widerstandsmuseum Eingang Ehrenhof
Widerstandsmuseum Gesamtansicht

Seit 1956 dokumentiert das Museum im Süden des Landes die Geschichte des luxemburgischen Widerstandes gegen die nationalsozialistische Besatzungsmacht in den Jahren von 1940 bis 1945.

 

"Die Idee zur Gründung einer Gedenkstätte zur Erinnerung an die Kämpfer und Opfer des luxemburgischen Widerstandes stammte bereits aus den ersten Tagen unmittelbar nach der Befreiung. Sie konkretisierte sich ab 1949. Eine Initiative von Ed Barbel führte schließlich zur Einweihung des Widerstandsmuseums am 22. Juli 1956 im Zentrum von Esch-sur-Alzette, der zweitgrößten Stadt Luxemburgs. Die Stadt Esch ist von Bergbau, Eisen- und Stahlverarbeitung geprägt und liegt im Süden des Landes an der Grenze zu Frankreich. Am 21. April 1980 wurde die Einrichtung in 'Nationales Widerstandsmuseum' umbenannt.


Die dreiflügelige Gebäudeanlage in U-Form, geschaffen von den Architekten Schmit-Noesen und Laurent Schmit, beherbergt heute in ihrem Mittelteil das Museum, während in den Seitenflügeln das Friedensgericht und das Arbeitsamt der Stadt Esch untergebracht sind. Nach einer ersten inhaltlichen Überarbeitung im Jahr 1987 bestehen gegenwärtig Planungen, das derzeit noch in Trägerschaft der Stadt befindliche Museum in eine nationale Verantwortung zu überführen und zu erweitern.
Vor dem Museum schaut man vom 'Place de la Résistance' auf zwei Inschriften am Gebäude.


Die linke Inschrift lautet: 'Denen zu Ehren, die durch ihre Arbeit und ihren Tod in den Minen, Fabriken und Werkstätten die wirtschaftliche Grundlage für unsere Unabhängigkeit geschaffen haben.' Auf der rechten Seite stehen die Zeilen: 'Denen zu Ehren, die durch ihren couragierten Widerstand und ihren heldenhaften Tod während der Besatzungszeit ihr Leben zum Schutz unserer Unabhängigkeit gaben.'
Ein säulenflankierter Innenhof bildet den 'Ehrenhof' des Museums. Vor dem Eingang steht ein Totendenkmal in Form eines Sarkophags mit der Aufschrift 'Mort pour la Patrie' (Gestorben für das Vaterland). Rechts und links daneben wurden jeweils zwei Steinblöcke mit je drei Flachreliefstreifen aufgestellt. Sie thematisieren die Aspekte Minenarbeit, Widerstand, Streik, Konzentrationslager, Deportation, Hinrichtungen, Befreiung und den Wiederaufbau des Landes.
Durch ein großes Tor aus Gusseisen erreicht man das Erdgeschoss des Museums. In der Vorhalle stehen Urnen mit Erde aus den Konzentrationslagern in welchen Luxemburger Patrioten zu Tode gekommen sind. Die Urnen werden von den Fahnen der alliierten Mächte eingerahmt.
Im Hauptraum des Erdgeschosses wird die Geschichte Luxemburgs während des Zweiten Weltkriegs auf 30 Stellwänden mit Fotos, Dokumenten und Gegenständen vorgestellt. Themen wie u.a. 'Deutschland auf dem Weg zur Diktatur', 'Der Einmarsch der deutschen Truppen' und 'Der Streik von 1942' werden dabei aufgegriffen.
Ein weiterer Ausstellungsteil im ersten Stock widmet sich dem Schicksal der Luxemburger in den nationalsozialistischen Gefängnissen und Konzentrationslagern.

 

Adresse
Musée National de la Résistance
Place de la Résistance
B.P. 145
4002 Esch-sur-Alzette
Luxemburg 

Telefon: 00352-548472
Telefax: 00352-542927 

 

Öffnungszeiten

Donnerstag, Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen: 15.00 bis 18.00 Uhr
Besuche außerhalb dieser Öffnungszeiten, sowie Führungen für Schulklassen und Besuchergruppen werden nach Absprache angeboten. Der Eintritt ist frei."

Text: http://www.gedenken-in-benelux.de vom 22.05.2014