Mahnmal auf dem Waldfriedhof in Völklingen

Auf dem Waldfriedhof steht ein Mahnmal für sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.

 

"Auf dem Waldfriedhof an der Kühlweinstraße steht - kenntlich gemacht durch ein Hinweisschild im Eingangsbereich des Friedhofs - ein Mahnmal für sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.

Es zeigt einen Sowjetstern mit Hammer und Sichel, darunter stehen in russischer Sprache die Worte:
Hier ruhen sowjetische Bürger
Zugrundegerichtet durch den faschistischen Terror und durch Hunger
1941–1945

 

In der terrassenförmig angelegten Anlage finden sich die Gräber von rund 250 Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Von Mai bis Juni 1942 kamen über das Durchgangslager Pirmasens 970 'Ostarbeiterinnen' und 'Ostarbeiter' nach Völklingen, im April 1944 wurde die Höchstzahl von 5 711 ausländischen Arbeitskräften registriert. Insgesamt belief sich die Anzahl der nach Völklingen verschleppten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter auf 14 000, wovon allein 5 000 aus der Sowjetunion kamen."

 

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 46, 1 Abb.; Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin (Hg.): Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Bd. 1, Bonn 1995, 715;

 

letzte Änderung: BW 06.02.2007