Gräber von Zwangsarbeitern in Sulzbach

Sulzbach
Sulzbach

Gräber von sowjetischen und italienischen Zwangsarbeitern

"Ältere Sulzbacher Bürger erinnern sich eines sowjetischen Gräberfeldes direkt neben der Friedhofskapelle in Altenwald. Es wurde jedoch in den 60er Jahren eingeebnet und die Toten nach Besch im Kreis Merzig-Wadern umgebettet.
Nach Auskunft der Bescher Gräberliste handelte es sich um 60 namentlich unbekannte Sowjetbürger, die als Zwangsarbeiter in Sulzbach eingesetzt waren und dort in der Zeit von 1942 bis 1944 ums Leben gekommen sind. Ebenfalls von Sulzbach umgebettet wurden die Leichen von 11 polnischen namentlich unbekannten Opfern. Sie ruhen in einem gesonderten Grabfeld in Besch. Es handelt sich hierbei um 6 Männer und 5 Frauen. Mit Ausnahme der Agnes Novika, die zum Zeitpunkt ihres Todes 88 Jahre alt war, starben alle im Alter zwischen 20 und 40 Jahre. Sieben der Opfer konnten zwar noch die Befreiung vom Faschismus erleben, sie starben aber noch 1945/46, d.h. ihr körperlicher Zustand zuletzt muss als so schlimm angegeben werden, dass sie nicht mehr zu retten waren. Desweiteren gab es in Sulzbach ein Gräberfeld mit italienischen Kriegsgefangenen, die wohl bei der Zwangsarbeit in den Gruben ums Leben gekommen sind. Die Toten wurden in den 50er Jahren exhumiert und nach Italien übergeführt."

 

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 67.