Jüdischer Friedhof in Saarwellingen

Saarwellingen Synagoge Gedenktafel
Saarwellingen Synagoge Gedenktafel
Saarwellingen Schule
Saarwellingen Schule

Auf dem jüdischen Friedhof steht seit 1950 ein Gedenkstein.


"Der jüdische Friedhof wurde bereits um 1725 angelegt und ist damit der älteste im Landkreis Saarlouis und einer der ältesten nachweisbaren jüdischen Friedhöfe im Saarland. 1920 wurde der Friedhof erweitert. Eine letzte Beisetzung fand 1936 statt. Der Friedhof wurde 1938 geschändet und in den letzten Kriegstagen eingeebnet. Nach 1945 wurde er durch die Synagogengemeinde Saar - soweit möglich - wieder hergestellt. Es sind jedoch nur noch 37 Grabsteine erhalten.
Auf dem jüdischen Friedhof steht seit 1950 ein Gedenkstein mit der Inschrift:
Der einstigen Synagogengemeinde Saarwellingen, ihrem Gotteshause, ihren Mitgliedern, die roher Gewalt erlagen, den in dieser Erde zur letzten Ruhe gebetteten jüdischen Menschen in Pietät und tiefer Verehrung gewidmet.


Am 26. März 1950 wurde dort ein Ehrenmal für alle verstorbenen und ermordeten Mitglieder der ehemaligen Jüdischen Gemeinde enthüllt.
Ein Gedenkstein erinnert an die Toten der Familie Kahn:
Zum Gedenken an uns. lb. Mutter Emma Kahn
geb. Lahn 1877-1932
sowie an uns. Lieben, deportiert und im KZ umgekommenen
Isaak Kahn 1874-1942
Klara Kahn geb. 1905
Karl Kahn geb. 1909
Lage: Der Friedhof befindet sich in der Schliefstraße, zu erreichen über die Schlossstrasse und Donaustraße in Richtung Reisbach."

 

2012 wurde der Friedhof saniert.

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 125

Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin (Hg.): Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Bd. 1, Bonn 1995, 712

http://www.alemannia-judaica.de/saarwellingen_friedhof.htm vom 17.03.2014

Freundeskreis zur Rettung jüdischen Kulturgutes im Saarland e.V.

Staatliches Konservatoramt (Hg.): Gelöst ist die Schnur - gebrochen das Band. Jüdische Friedhöfe im Saarland. Dokumentationskatalog zur Wanderausstellung 2006, 56f.

letzte Änderung: BW 01.08.2006