Massengräber von Zwangsarbeitern auf dem städtischen Friedhof Homburg

Luftbild vom städtischen Friedhof 1959
Luftbild vom städtischen Friedhof 1959

Von Oktober bis Dezember 1941 starben mindestens 60 Kriegsgefangene

"Insgesamt kamen von den 3,3 Millionen sowjetischen Gefangenen des zweiten Halbjahres 1941 noch vor dem Dezember 1,4 Millionen in den Lagern der Wehrmacht ums Leben, bis zum ersten Februar 1942 waren es 2,1 Millionen. Das sind etwa 2/3 aller Gefangenen. Entsprechendes gilt auch für Homburg. Man ließ die Gefangenen schlicht verhungern. Viele wurden erschossen, angeblich 'auf der Flucht'. Der erste der Toten war Stefan Sydor, gestorben am 20.9.1941 im Alter von 25 Jahren. Der zweite war Iwan Gewak. Am 27.9.1941 verblutete er nach einem Bauchschuss. In der kurzen Zeit von Oktober bis Anfang Dezember starben auf diese Weise mindestens 60 Menschen. Die Toten wurden auf dem städtischen Friedhof beerdigt, oft 4-5 Leichen in einer engen Grabstelle zusammengepfercht. Dort ruhen sie heute noch in der gleichen Weise."

Foto: Landesbildstelle Nr. LPM_Klippel_1805

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 142.

letzte Änderung: BW 28.11.2006