Zwangsarbeiterlager des Neunkircher Eisenwerks in Gersheim

Kalkwerk und Kalkbergwerk in Gersheim
Kalkwerk und Kalkbergwerk in Gersheim
Herbitzheim am Kalkwerk in Gersheim
Herbitzheim am Kalkwerk in Gersheim

Sowjetische Kriegsgefangene waren in einem Lager des Kalkwerkes Gersheim untergebracht

"Wie in Blickweiler unterhielt die Neunkircher Eisenhütte in Herbitzheim und in Gersheim Bergwerke und Fabriken zur Kalkgewinnung. Da über die Kriegsproduktion aus Tarnungsgründen keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht wurden, Iässt sich über die durch den Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern erzielte Produktionsteigerung keine Aussage mehr machen. Zur Orientierung seien die Zahlen von 1937 genannt: Blickweiler 90-1 00 Tonnen pro Tag, Herbitzheim 30-50 pro Tag und Gersheim 135 t pro Tag.
Sowjetische Kriegsgefangene waren in einem Lager des Kalkwerkes Gersheim untergebracht. Für 1944 ist ein Toter in der Gräberliste Besch bezeugt. In Rubenheim war ein Lager für polnische und sowjetische Zwangsarbeiter (aus der Ukraine). Ob die für Herbitzheim bezeugten Toten Anastasia Smolinec (geb. 3.10.1922, gest. Dez. 1944) und Maria Blonska (geb. 25.5.1925, gest. Dez. 1944) dort oder in einem eigenen Lager in Herbitzheim untergebracht waren, ist unklar. Auch sie sind nach Besch umgebettet worden."

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 148.

Foto: Landesbildstelle Nr. LPM00005249_01

letzte Änderung: BW 28.11.2006