Friedhof für Zwangsarbeiter an der Frankenfeldstraße, Neunkirchen

Neunkirchen Friedhof Mahnmal
Neunkirchen Friedhof Mahnmal

Friedhof des Lagers Emsenbrunnen im Bildstocker Wald

"Aus dem Lager Emsenbrunnen im Bildstocker Wald flohen im September 1943 sowjetische Kriegsgefangene. Wieder eingefangen, wurden Alexej Lowkin, Dimitri Lyssak, Sergej Ternawoj und Daniel Sarwarfin von einem eigens aus Saarbrücken herbeigeholten Polizeikommando am 23. September 1943 erschossen. Wassili Jaschtschenko floh am 14. Oktober 1943 aus dem Lager Emsenbrunnen, wurde von einer Wehrmachtsstreife gestellt und auf dem Rücktransport am 19. Oktober 1943 erschossen. Die Leichen wurden auf dem Lagerfriedhof beerdigt. Mindestens 7 solcher 'auf der Flucht erschossenen' Opfer sind für Neunkirchen belegt. Die sowjetischen Kriegsgefangenen im Lager Emsenbrunnen waren der Grube Reden vom Stalag XI1 F in Forbach zur Verfügung gestellt worden. Der Lagerfriedhof fasste nach einer Angabe von 1946 98 Tote. Im heutigen Zustand beherbergt der Friedhof an der Frankenfeldstraße aber nur 82 Tote (nachweislich der Gräberliste)."

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 94.

letzte Änderung: BW 28.11.2006