Gräber von Zwangsarbeitern auf dem jüdischen Friedhof in Neunkirchen

Neunkirchen jüdischer Friedhof
Neunkirchen jüdischer Friedhof

Wie viele ausländische Arbeitskräfte in den letzten Tagen des Krieges noch aus Neunkirchen evakuiert wurden, war nicht festzustellen


'Wie viele ausländische Arbeitskräfte in den letzten Tagen des Krieges noch aus Neunkirchen evakuiert wurden, war nicht festzustellen. Direkt nach der Befreiung begannen die Amerikaner mit dem Abtransport der 'Displaced Persons'. So wurden gleich in den ersten Tagen 1.800 ehemalige Zwangsarbeiter in die Sammellager in Baumholder transportiert, andere kamen in die DP-Lager nach Lebach oder Saarbrücken. Wie viele dort noch an Erschöpfung und Krankheit gestorben sind, Iässt sich wohl nie mehr feststellen. Ihre letzte Ruhe fand die noch am 30.10.1945 verstorbene Margozata Gercke aus Leningrad auf dem jüdischen Friedhof.
... Vergleicht man die heutigen Zahlen mit den Nachkriegszahlen, fällt auf, dass durchweg die Kindergräber aus den Listen gestrichen sind. 1945 waren ... auf dem jüdischen Friedhof 21 sowjetische Kinder [beerdigt}. Es ist nicht klar, wann und warum diese Kindergräber entgegen den gesetzlichen Bestimmungen verschwunden sind.'

Foto unter http://www.alemannia-judaica.de/neunkirchen_saar_friedhof.htm

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 94f.

letzte Änderung: BW 28.11.2006