Opfer der Zwangsarbeit in Neunkirchen-Wiebelskirchen

Zwangsarbeiter aus Wiebelskirchen nach Besch umgebettet


"Umgebettet von Wiebelkirchen nach der zentralen Kriegsgräberstätte Besch wurden nach 1945 34 unbekannte sowjetische Zwangsarbeiter, die in den Jahren 1941-44 umgekommen sind. Dort befinden sich auch die Gräber zweier polnischer Zwangsarbeiter, die in Wiebelskirchen starben: Heinrich Baron, gest. 17.5.1946 und Stanislaus Bohowyi, gest. 10.3.1943. Die nachweisbare Zahl der Opfer der Zwangsarbeit in Neunkirchen beträgt damit mindestens 517. Das sind weit mehr Menschen, als durch direkte Kriegseinwirkungen in Neunkirchen umgekommen sind.
Schamhaft verschweigt die Stadt in einer Broschüre über die Kriegsschäden von 1948 diese Tatsache, indem sie unter den angegebenen 350 Kriegstoten nur 15 Ausländer erwähnt."

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 95.

letzte Änderung: BW 28.11.2006