zerstörte Synagoge in Illingen

Der Torbogen der 1938 zerstörten Synagoge 1949 wurde auf dem Friedhof am Heisterwald deponiert


"Die Ruine der 1938 zerstörten Synagoge wurde 1949 abgebrochen. Der Torbogen Ober dem Hauseingang blieb erhalten, wurde aber weit ab auf dem Friedhof am Heisterwald deponiert. Gegen die hier praktizierte Verdrängung eher Geschichte, die doch nie vergessen werden darf, wirkt die hebräische Inschrift auf dem Stele wie eine bittere Ironie und stummer Protest: 'Wie schön sind Deine Zelte, Jakob, Deine Wohnstätte, Israel!'
Die Initiative zur Errichtung eines Gedenksteins auf dem Friedhof ging 1949 von der Synagogengemeinde Saar und nicht von der Zivilgemeinde aus. Insofern täuscht die Inschrift: 'Der Synagogengemeinde Illingen, ihrem zerstörten Gotteshaus, ihren Toten und Opfern der Gewalt zur ehrenden Erinnerung! Errichtet von der Zivilgemeinde Illingen. Synagogengemeinde Saar 1949'."

Literatur: Volk, Hermann, Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Bd. 4 Saarland, Köln 1989, 99, 1 Abb.).

letzte Änderung: BW 27.11.2006